Das Immunsystem ist nicht nur ein Abwehrsystem es ist auch ein Integrationssystem.

Das Immunsystem des Menschen ist sehr komplex und lebensnotwendig. Es ist ein System das . die Integrität unseres Körpers sichert und uns vor unliebsamen, fremden Stoffen und Lebewesen schützt.

Dieser Schutz im Sinne von „Abwehr“, ist aber nicht alles, denn mit jeder überwundenen Krankheit ist immer auch eine neue Erfahrung integriert worden.

Dieser Prozess der Kommunikation zwischen unserer Innenwelt und unserer Außenwelt, das abwägen was kann integriert werden, hinterlässt immer auch eine gewisse seelische Erfahrung, die zu einer Reifung der Persönlichkeit beitragen kann. Es ist ja ein hoch aktiver Prozess, denn in jedem Moment muss wieder ein neues Gleichgewicht hergestellt werden.

Manchmal gelingt das nicht gut, dann werden wir krank. Das Immunsystem kann entweder zu schwach reagieren, Erreger nicht ausreichend erkennen, dann entstehen Infektionskrankheiten, oder bei völligem Versagen auch Krebs.

Es kann aber auch das Gegenteil der Fall sein, nämlich dass das Immunsystem überreagiert und im Extremfall den eigenen Körper angreift. Dann entstehen Allergien, oder Autoimmun Erkrankungen wie Rheuma, Hashimoto, MS, Mordes Crohn, Autoimmunhepatitis, Neurodermitis u.a.

Das Immunsystem funktioniert nach verschiedenen Prinzipien. So gibt es eine zelluläre Immunabwehr (Abwehrzellen greifen die Krankheitserreger direkt an) und eine humorale Immunabwehr (Abwehrzellen produzieren Eiweiße, die dann die Krankheitserreger angreifen), es gibt eine unspezifische Abwehr, die sich gegen alles richtet, was fremd und gefährlich sein könnte, und eine spezifische Abwehr (die sich nach einer erfolgten Erkrankung beispielsweise nur gegen Masernviren und nichts anderes richtet). Die spezifische Abwehr ist quasi schon das Ergebnis eines vorangegangen Prozesses der Auseinandersetzung.

Risikofaktoren

Auch wenn es vielleicht paradox klingt, aber es ein wesentlicher Faktor ist gerade die Konfrontation und Kommunikation mit dem sogenannten Fremden, die unsere Fähigkeiten in der Auseinandersetzung stärken. Studien haben gezeigt, dass eine Mutter mit Putzzwang einen erheblichen Risikofaktor darstellt um eine Autoimmunkrankheit oder eine Allergie zu entwickeln.

Putzzwang geht von der Idee aus, dass man sich schützen muss, sich zurückzieht von der Auseinandersetzung. Das Ergebnis ist genau das Gegenteil: Der Körper lernt nicht adäquat zu reagieren.

Unsere westliche Lebensweise bewirkt einen Häufung von Autoimmunerkrankungen und Allergien. Dabei spielt sicher die in der westlichen Welt verbreitete Ernährung mit einem sehr hohen Anteil an tierischem Fetten eine wesentliche Rolle. Eine Metastudie, die 18 Studien untersuchte, zeigte, dass Omega 3 Fettsäuren die Entzündungsparameter signifikant senken kann.

Auch der weit verbreitete Mangel an Vitamin D und Selen ist ein Risikofaktor.

Was können Sie selbst tun?

Die Ernährung ist wie ich bereits oben angedeutet habe, ein sehr wesentlicher Faktor. Grundsätzlich sollte es eine vegetarische Ernährung sein, die auch noch möglichst bunt ist, denn in den Farben der Nahrungsmittel verbergen sich Stoffe die stark entzündungshemmend wirken.

Dazu ist auf eine gute Versorgung mit Omega3 Fettsäuren zu achten. Sehr hochwertig ist frisch gepresstes Leinöl das mit Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure angereichert ist. Bei Leinöl ist es sehr wichtig darauf zu achten dass es wirklich frisch gepresst ist und die Kühlkette nicht unterbrochen wurde.. Schon 3 Monate nach der Pressung beginnt es auch in der noch geschlossenen Flasche ranzig zu werden. Also Leinöl aus dem Supermarkt ( auch BIO !) ist keine gute Idee.

Ein weiterer Aspekt ist die Begegnung mit anderen Menschen und das Ringen um den eigenen Stand.Im übertragenen Sinne kann man auch sagen, wenn die Auseinandersetzungen auf der sozialen Ebene nicht stattfinden, dann kann sich eben auch die Beziehungsfähigkeit nicht wirklich entwickeln. So wie das Immunsystem auf der physischen Ebene die Begegnung mit dem „Fremden“, dem nicht zur eigenen Innenwelt zugehörigen braucht um stark zu werden, so brauchen wir auch auf der sozialen Ebene die Begegnung mit anderen Menschen, anderen Ideen um Beziehungsfähig zu werden. In diesem Sinne wäre eine Diskussions- und Streitkultur durchaus Immun förderlich.

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Christina Kullmann

Staatlich anerkannte Osteopathin (Hessen)
Heilpraktikerin und Physiotherapeutin
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